|Marcs Geschichte

Marcs Geschichte

2018-08-17T13:34:55+00:00
Forschung wirkt: Marcs Geschichte

Forschung wirkt: Marcs Geschichte

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind oder Enkel­kind verliert die Sprache – wortwört­lich. Einem Schweizer Eltern­paar ist genau das passiert: Marc (Name geändert) hatte früh reden gelernt und war ein guter Schüler. Doch mit acht Jahren erlitt er den ersten epilep­ti­schen Anfall, weitere folgten. Kurz danach wunderte sich seine Lehrerin, warum er plötz­lich die einfachsten Anwei­sungen nicht mehr verstand. Er konnte zwar weiterhin Buchstabe für Buchstabe lesen, aber das Gelesene nicht mehr verstehen.

Epilepsie löst Anfälle aus, das ist bekannt. Sie kann sich aber darüber hinaus auch langfristig auf wichtige Hirnfunk­tionen auswirken, wie die Sprach­funk­tion im Fall von Marc – obwohl er nur wenige Anfälle hatte. Unsere Forschungs­för­de­rung hat einen wichtigen Beitrag geleistet, dass Marcs Ärzte mit Hilfe von Langzeit­un­ter­su­chungen genau verstehen konnten, wo in seinem Hirn nachts sogenannte epilep­ti­sche Entla­dungen statt­fanden. Und noch besser: Dank dieser Erkennt­nisse gelang es, Marcs Epilepsie so zu behan­deln, dass er heute wieder versteht, was andere sagen oder fragen. Er besucht wieder die Schule und hat gute Aussichten auf ein erfülltes Leben.

Die aus dieser Geschichte gewon­nenen Erkennt­nisse wurden in einem Fachjournal veröf­fent­licht, damit sie auch anderen Kindern nützen können. Marc konnten seine Ärzte helfen – doch vielen anderen Kindern und Erwach­senen nicht. Sie sind wegen ihrer Epilepsie in ihrer Entwick­lung behin­dert oder haben so viele Anfälle, dass ein normales Leben kaum möglich ist. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, Schweizer Forschungs­gruppen zu fördern – damit wir Epilepsie besser verstehen und behan­deln können!

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