Vorsorgebroschüre

Zu Lebzeiten die Zukunft gestalten – Mein Vermächtnis für Epilepsie-Betroffene

Was will ich hinter­lassen, wenn ich einmal nicht mehr da bin? Wie kann ich sicher­gehen, dass mein Vermögen einmal in die richtigen Hände kommt? Es sind anspruchs­volle Fragen, die sich jede und jeder von uns stellt, wenn wir uns mit einem Testa­ment beschäf­tigen. Viele Menschen sagen, es sei befreiend, seinen letzten Willen zu Lebzeiten schrift­lich festzuhalten.

Ab dem 1. Januar 2023 gilt in der Schweiz das neue Erbrecht. Dieses schafft mehr Gestal­tungs­spiel­raum und grössere Flexi­bi­lität in der Nachlass­pla­nung. Es gibt aber auch neue Einschrän­kungen, die es zu beachten gilt.

Damit Sie für Ihre Lebens­si­tua­tion die richtige Regelung treffen können, hat die Schwei­ze­ri­sche Epilepsie-Liga einen Ratgeber erstellt. Er beant­wortet die wichtigsten Fragen rund um Vermächt­nisse und Erbschaften und zeigt auch, was zu prüfen ist, wenn Sie bereits ein Testa­ment oder einen Erbver­trag erstellt haben. Zusätz­lich finden Sie nützliche Infor­ma­tionen zur Patien­ten­ver­fü­gung und zum Vorsorgeauftrag.

Zum Ratgeber
Wiest Roland

«Wenn jemand erstmals einen Anfall hat, ist es enorm wichtig zu wissen, ob es Epilepsie ist. Vielleicht ist der Anfall einmalig. Dank der Forschungs­un­ter­stüt­zung der Epilepsie-Liga können wir Messdaten aus der ganzen Schweiz sammeln, Progno­se­mo­delle erstellen und immer präzi­siere Voraus­sagen nach einem ersten Anfall machen. Das macht das Leben für Betrof­fene viel leichter. »

Prof. Dr. Roland Wiest vom Berner Insel­spital, Forschungs­preis­träger der Epilepsie-Liga 2018

Hier erfahren Sie mehr, wie Sie mit Ihrem Vermächtnis Epilepsie-Betroffenen helfen.

Kontakt

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Julia Franke
Julia FrankeGeschäfts­füh­rerin
Tel. 043 477 07 06
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Fragen und Antworten

Was ändert sich mit dem neuen Erbrecht?

Der Pflicht­teil ist der Teil des Nachlasses, der gewissen Erben (Ehegatten, Nachkommen) zwingend zusteht. Im neuen Erbrecht werden diese Pflicht­teile reduziert und zum Teil abgeschafft. Darum können Sie neu über mindes­tens die Hälfte Ihres Vermö­gens frei verfügen. Aber es gibt auch Einschrän­kungen, vor allem bei den Schen­kungen zu Lebzeiten. In unserem Ratgeber finden Sie weitere Informationen.

Kann ich mein Testa­ment alleine erstellen?

Ja, die Anfor­de­rungen an ein Testa­ment sind nicht hoch: Es muss vollständig handschrift­lich verfasst und mit Ort, Datum und Ihrer Unter­schrift versehen sein. Wichtig ist zudem, dass eine Person Ihres Vertrauens weiss, dass Sie ein Testa­ment haben und wo dieses abgelegt ist. Dies können Sie auch über ein Notariat organisieren.

Müssen meine Erben Steuern bezahlen?

In den meisten Kantonen sind Ehegatte, einge­tra­gene Partnerin und die Nachkommen von den Steuern befreit. Konku­bi­nats­partner, Stief­kinder und andere mögliche Begüns­tigte sind hingegen je nach Wohnort erbschafts­steu­er­pflichtig. Gemein­nüt­zige Organi­sa­tionen wie die Schwei­ze­ri­sche Epilepsie-Liga sind steuerbefreit.

Was passiert, wenn ich kein Testa­ment mache?

Ohne Testa­ment erhalten die gesetz­li­chen Erben Ihr Vermögen. Dies sind in erster Linie Ehegattin/Ehegatte, einge­tra­gene Lebens­partner, Ihre Kinder oder Ihre Eltern. In zweiter Linie können das Ihre Geschwister und deren Kinder sein. Gibt es keine Verwandten, so geht Ihr Erbe an das Gemein­wesen, d.h. Kanton oder Gemeinde.

Was ist der Unter­schied zwischen einer Erbschaft, einem Vermächtnis und einem Legat?

Eine Erbschaft bezieht sich auf die frei verfüg­bare Quote nach Abzug des Pflicht­teils. Legat und Vermächtnis bedeuten dasselbe. Es ist ein Fixbe­trag an eine bestimmte Person oder Organi­sa­tion, die Sie im Testa­ment frei bestimmen können.

Weiter­füh­rende Infor­ma­tionen und Antworten auf andere häufig gestellte Fragen finden Sie in unserem Ratgeber oder auf der Seite von Dein Adieu.