|Kann eine Epilepsie zu beruf­li­chen Einschrän­kungen oder sogar zur Arbeits­un­fä­hig­keit im ausge­übten Beruf führen?

Kann eine Epilepsie zu beruf­li­chen Einschrän­kungen oder sogar zur Arbeits­un­fä­hig­keit im ausge­übten Beruf führen?

2018-02-13T17:21:40+00:00

Sogenannte „quali­ta­tive Einschrän­kungen“ können auch bei sonstiger Gesund­heit zu einer (mögli­cher­weise vorüber­ge­henden) 100% Arbeits­un­fä­hig­keit im angestammten Beruf führen. Das gilt insbe­son­dere für gefähr­liche Arbeiten (z.B. mit Maschinen oder Schuss­waffen), die Aufsicht von Schutz­be­foh­lenen, Nacht­ar­beit, Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie bei notwen­diger Fahreig­nung, auch z.B. auf dem Gabel­stapler.

Beruf­lich einschrän­kend ist eine Epilepsie, wenn im Anfall Bewusst­seins­stö­rungen auftreten, wenn es zum Verlust der Haltungs­kon­trolle kommt (Sturz, zu Boden gehen), wenn eine Störung der Körper­mo­torik oder unange­passte Handlungen auftreten.

Die Leistungs­fä­hig­keit von Menschen mit gut einge­stellter Epilepsie ist norma­ler­weise kaum beein­träch­tigt, abgesehen von immer noch vorhan­denen Vorur­teilen. Statis­tisch gesehen sind Ausfall­zeiten bei Menschen mit Epilepsie nicht höher als bei anderen Beschäf­tigten.