Ein «Grand-Mal-Anfall» ist für alle Beobach­tenden unver­gess­lich. Doch epilep­ti­sche Anfälle können auch kurz und scheinbar harmlos aussehen. Ein neuer Flyer der Epilepsie-Liga hilft, die unter­schied­li­chen Formen zu erkennen.

Epi Info: Anfallsformen

Februar 2021 – Ein Sturz, dann heftige Krämpfe und Zuckungen – das ist die Vorstel­lung der meisten, wie ein epilep­ti­scher Anfall aussieht. Doch ein solcher tonisch-klonischer Anfall, früher auch «Grand Mal» genannt, ist nur eine von vielen Anfalls­formen und nicht einmal die häufigste. Die richtige Behand­lung hängt oft davon ab, dass «kleine» Anfälle überhaupt bemerkt werden und ob man den genauen Anfallstyp kennt.

Seit 2017 liegt eine neue Anfalls­klas­si­fi­ka­tion der Inter­na­tional League Against Epilepsy (ILAE) vor, der Dachor­ga­ni­sa­tion der Epilepsie-Liga. Ende 2018 erschien sie auf Deutsch. Die neue Eintei­lung ist praktisch und beschrei­bend, die Bezeich­nungen sind verständ­lich: Beispiels­weise können sich Betrof­fene und Angehö­rige unter einem „bewusst erlebt fokalen“ Anfall eher etwas vorstellen als unter der alten Bezeich­nung „einfach partiell“.

Ein neuer Infor­ma­ti­ons­flyer der Schwei­ze­ri­schen Epilepsie-Liga beschreibt die einzelnen Anfalls­formen gemäss der aktuellen Klassi­fi­ka­tion. Er lässt sich auf Deutsch, Franzö­sisch und Italie­nisch downloaden oder bestellen; inner­halb der Schweiz versendet ihn die Epilepsie-Liga in kleinen Mengen gratis.

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