|Epilepsie richtig erkennen – Veran­stal­tung in Zürich

Epilepsie richtig erkennen – Veran­stal­tung in Zürich

2018-09-25T12:03:21+00:00

Etwa fünf Prozent aller Menschen haben mindes­tens einmal im Leben einen epilep­ti­schen Anfall, rund 70‘000 Menschen in der Schweiz leben mit Epilepsie. Eine richtige Diagnose ist unver­zichtbar, um sinnvoll zu behan­deln. Auf der Gratis‐Veranstaltung „Epilepsie‐Diagnostik 2017“ am Donnerstag, 1. Juni 2017 stellen renom­mierte Experten wichtige Methoden vor. Veran­stal­tungsort ist die Schwei­ze­ri­sche Epilepsie‐Klinik der Klinik Lengg in Zürich.

(Zürich) Ist es Epilepsie oder nicht? Lassen sich Ursache und Epilep­sie­herd finden? Ist mit einem weiteren Anfall zu rechnen und wenn ja, wann? Beim Beant­worten dieser Fragen helfen EEG, MRI und – vielleicht – in Zukunft moderne Smartphone‐Apps. Mehr dazu erfahren Sie auf der Veran­stal­tung „Epilepsie‐Diagnostik 2017“ aus dem Mund von drei erfah­renen Spezia­listen, die sich anschlies­send den Fragen aus dem Publikum stellen. Durch den Abend führt Thomas Grunwald, medizi­ni­scher Direktor der Schwei­ze­ri­schen Epilepsie‐Klinik der Klinik Lengg. Mitver­an­stalter ist die Patien­ten­or­ga­ni­sa­tion Epi‐Suisse.

Jeder Zwanzigste erleidet im Leben mindes­tens einen epilep­ti­schen Anfall, ohne in jedem Fall eine Epilepsie zu haben. Das Elektro­en­ze­pha­logramm – kurz EEG genannt – misst die elektri­sche Hirnak­ti­vität mit Elektroden am Kopf und gilt als grund­le­gendes Element zur Diagnose. Der erfah­rene EEG‐Spezialist Ian Mother­sill stellt den Nutzen des EEGs vor und erläu­tert, warum es manchmal mehrere Tage am Stück aufge­zeichnet wird.

Das zweite grund­le­gende Diagno­se­instru­ment bei epilep­ti­schen Anfällen ist die Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie (MRI), die mittels eines starken Magnet­felds den Blick ins Innere des Gehirns erlaubt. Durch diese Unter­su­chung lässt sich in einigen Fällen die Ursache epilep­ti­scher Anfälle erkennen, zum Beispiel eine Läsion, also kleine Verlet­zung im Hirn, oder in eher seltenen Fällen ein Hirntumor. Unser Referent Hans‐Jürgen Huppertz kann zeigen, wie MRI‐Bilder auch dank seiner eigenen Forschung immer aussa­ge­kräf­tiger wurden.

Einen Blick in die nahe Zukunft wagt der Bonner Physiker Klaus Lehnertz. Sein Thema lautet „Epi‐Apps 2017: Werden Smart­phones Anfälle erkennen und vorher­sagen können?“.

Öffent­liche Veran­stal­tung der Schwei­ze­ri­schen Epilepsie‐Liga für Angehö­rige, Betrof­fene und Inter­es­sierte, freier Eintritt ohne Anmel­dung

Donnerstag, 1. Juni 2017, 19.30 Uhr bis ca. 21.10, anschlies­send Apéro
Klinik Lengg AG, Schwei­ze­ri­sche Epilepsie‐Klinik, Park‐Saal, Bleuler­strasse 60, 8008 Zürich

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