Update zu Coronavirus und Epilepsie

Erklärvideo «Coronavirus und Epilepsie»

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Erklärvideo «Coronavirus und Epilepsie»

Covid-19 ist für Menschen mit Epilepsie nicht gefährlicher als für andere; eine Impfung ist ratsam.
Epilepsie-Liga, Dezember 2021.

Finden Sie aktuelle Informationen zum Thema in unseren FAQ

Unsere Antworten auf Fragen für Menschen mit Epilepsie und deren Angehörige zum Coronavirus und der Krankheit Covid-19.

Nein, Epilepsie allein zählt nicht zu den vom BAG genannten Vorerkrankungen. Das ändert sich, wenn weitere Erkrankungen hinzukommen.
Trotzdem sollten sich alle vor einer Ansteckung schützen und die Empfehlungen befolgen.

Das trifft nur auf wenige Behandlungsmethoden eindeutig zu, zum Beispiel ACTH, Steroide und Immuntherapien sowie in geringerem Masse für Phenytoin, Phenobarbital oder Primidon (Mysoline®).

Die meisten Epilepsiebetroffenen haben ein normales Immunsystem, wenn es nicht durch andere Krankheiten oder Behandlungen geschwächt ist. Antiepileptika sollten unbedingt weiter regelmässig eingenommen werden.

Fieber kann epileptische Anfälle auslösen. Mögliche Anfallsauslöser sind zudem Stress, Ängste oder schlechter Schlaf durch die aktuelle Situation, unregelmässiges Essen und Trinken oder unregelmässige Medikamenteneinnahme (z.B. wegen Erbrechen).

Nach den bisherigen Informationen aus stärker betroffenen Ländern ist die Gefahr für zusätzliche Anfälle durch Covid-19 für die meisten Epilepsiebetroffenen eher gering.

Rufen Sie in diesem Fall Ihre Hausärztin und den behandelnden Neurologen an und folgen Sie deren Anweisungen. Möglicherweise ist es in diesem Fall sinnvoll, ein Notfallmedikament vorrätig zu haben.

Dauert ein Krampfanfall länger als 3 Minuten und ist kein Notfallmedikament verfügbar, oder es hilft nicht:  Betroffenen vor Verletzungen schützen und 144 anrufen.

Erste Hilfe bei einem Anfall

Die Massnahme des BAG betrifft alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel, also auch Epilepsie-Medikamente.

Chronisch Kranke wie Epilepsiebetroffene dürften ihren Bedarf für maximal zwei Monate decken. Wir empfehlen einen kleinen persönlichen Vorrat – kümmern Sie sich rechtzeitig per Telefon um ein neues Rezept.

Nach dem Ende der aktuellen Krise werden wir uns dafür engagieren, dass eine grössere Vorratshaltung möglich ist, denn die Gefahr von Engpässen besteht unabhängig von der aktuellen Situation.

Autor: Stephan Rüegg

letzte Aktualisierung: 25. März 2020