|Erhol­same Träume mit Epilepsie

Erhol­same Träume mit Epilepsie

2018-12-04T17:59:56+00:00

Rund ein Drittel unseres Lebens „verschlafen“ wir. Jeder kennt wohl die Qualen nach einer schlechten oder zu kurzen Nacht. Ganz beson­ders gilt das für Menschen mit Epilepsie.

Nicht nur unser Körper, auch das Gehirn braucht den Schlaf.

Das kann ich im Schlaf“ sagen wir, wenn wir etwas ohne Nachzu­denken beherr­schen. Manche mögen denken, Anfälle im Schlaf seien kein grosses Problem: Im Bett kann man sich kaum verletzen, und die Betrof­fenen bekommen von den Anfällen nur wenig mit.

Anstren­gung statt Erholung

Aber stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf und fühlen sich völlig zerschlagen. Die Zunge und der Kopf schmerzen und Sie haben Muskel­kater wie nach einer gewal­tigen Bergtour. So geht es Epilep­sie­be­trof­fenen nach einem nächt­li­chen Anfall.

Nicht nur unser Körper, auch das Gehirn braucht den Schlaf, um am nächsten Tag wieder leistungs­fähig zu sein. Schlaf­entzug ist eine Folter­me­thode – und bei Betrof­fenen ein häufiger Auslöser epilep­ti­scher Anfälle. Viele nächt­liche Anfälle schaden also nicht nur der Leistungs‐ und Lernfä­hig­keit. Sie können auch zu weiteren Anfällen am Tag führen. Ein Teufels­kreis.

Hier können nur spezia­li­sierte Ärzte helfen – mit den richtigen Medika­menten, manchmal auch mit anderen Methoden. Als Liga engagieren wir uns, dass alle zur richtigen Behand­lung finden und möglichst viele Betrof­fene anfalls­frei werden. Weil Schlaf­for­scher wie Epilep­to­logen den Hirnstrom mit dem EEG messen, profi­tieren die einen oft von den Erkennt­nissen der anderen.

Schlaf­tipps für alle

Schlaf­stö­rungen können aber auch andere Gründe haben. Das gilt für Menschen mit Epilepsie ebenso wie für alle anderen. Forscher finden zuneh­mend heraus, wie wichtig guter und ausrei­chender Schlaf für uns und unser Immun­system ist. Übrigens dient Schlaf auch zum Vergessen, also um unwich­tige Infor­ma­tionen auszu­sor­tieren.

Diese Tipps helfen beim Ein‐ und Durch­schlafen:

  • Körper­liche Aktivität vor 18 Uhr
  • Abends leichte Mahlzeiten, kein Koffein oder Alkohol
  • Regel­mäs­sige Aufsteh­zeiten
  • Kein Smart­phone oder Laptop im Bett
  • Kein langer Mittags­schlaf
  • Wer nicht schlafen kann: Nicht liegen­bleiben, besser kurz aufstehen.
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